02.11.2011


Mit dem jährlich verliehenen Prix ATEC von Fr. 5`000.- sollen neuartige Ideen oder aussergewöhnliche Projekte der Region unterstützt werden. Ein modernes und dynamisches Image soll gefördert werden und die Projekte sollen Ausdruck sein für positives und zukunftsweisendes Handeln, unabhängig davon, ob sie aus dem Bereich Kultur, Politik, Wirtschaft oder Sport stammen.
 

Projekte können bei der ATEC Personal AG angemeldet werden. 

 


«Ich bin eine röhrende Drossel»

Der Freiburger MusikerGustav hat am Mittwoch den Prix Atec erhalten. Im Interview erklärt er, wie Auszeichnungen seine Karriere festigen, und warum ein Gorilla sein Preisgeld erhält.

 

Preisträger Gustav Prix-Atec-Gründer Heinz Pfander
 

Gustav habe die Schweiz mit seiner erfolgreichen Präsenz am Schweizer Fernsehen auf «uns Freiburger» aufmerksam gemacht. Das sagte Prix-Atec-Jurymitglied und Gastgeber Mario Rottaris gestern Abend im Golf & Country Club Wallenried über den Mann, der sich als musikalisches Aushängeschild Freiburgs immer mehr etabliert. Gustav erhielt dafür den diesjährigen Prix Atec. Der Musiker freute sich über die Auszeichnung und sprach darüber mit den FN.

Gustav, herzlichen Glückwunsch zum Prix Atec. Welche Bedeutung hat dieser Preis für Dich?

Eine Auszeichnung zu erhalten, ist eine tolle Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Es gibt einem Selbstvertrauen und man fühlt sich bestätigt in dem, was man macht. Weil der Prix Atec aus der Wirtschaft kommt, gibt mir diese Ehrung schon ein irres Gefühl. Normalerweise kommen Preise aus der Kulturszene. Der Prix Atec ehrt mich sehr.

 

Der letztjährige Preisträger war der Schwinger Hanspeter Pellet. Wie kann man Euch beide vergleichen?

Pellet ist der Fels und ich bin eine röhrende Drossel, die über seinen Gipfel flattert. Er kräftig, stumm und bescheiden. Ich eine Heulsuse, redselig und vorlaut. Zusammen repräsentieren wir wohl zwei diametrale Bürger-Exemplare unserer Region. Alles, was zwischen uns liegt, ist Deutschfreiburg. Ausser auf dem Eis, da sind wir beide Pflaumen. Das habe ich bei einem gemeinsamen Hockeymatch gemerkt.

 

Der Prix Atec ist nicht der erste Preis, den Du erhältst. Was bedeutet es für Dich persönlich, Preise zu erhalten?

Auszeichnungen machen mich stolz und freudig. Und meine Mutter auch (lacht). Aber ich kann Preise gut relativieren. Sie beeinflussen meine Art, Musik zu machen, nicht.

 

Aber sie können eine Musiker-Karriere doch bestimmt beeinflussen?

Es gibt natürlich ganz unterschiedliche Preise. Alle sind sie aber eine riesige Bestätigung und Anerkennung für das, was du tust. Sie motivieren dich, weiterzumachen. Sie bestätigen deinen Weg und können kurzfristig finanziell eine Entlastung sein. In meinem Fall haben Preise die Karriere sicher gefördert und gefestigt.

 

Zurück zum Prix Atec. Was machst Du mit den 5000 Franken Preisgeld?

Es kommt in den Spar-Gorilla, mit dem ich in 30 Jahren meine kleine Insel im Südpazifik kaufen werde. Momentan reicht es gerade für drei Palmen ohne Nüsse. Es müssen also noch ein paar Preise her.

 

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